Pumpelstilzchen - Ein Märchen sehr frei nach den Brüdern Grimm....

Immer noch aktuell. deswegen auch wieder da ;-).......


......ein Raucher, der war krank und hustete des Morgens sehr, so sehr das seine schöne Tochter nicht ein noch aus wusste. Eines Tages aber fand sie auf einem Markt hinter den 7 Bergen ein wunderlich Gerät, welches große Dampfwolken produzierte und auch noch viel gesünder war als die Pfeifen des Vaters, sie nahm es mit obwohl sie die Dukaten schmerzten (auch der Zöllner wollt ein übriges) aber dem Vater bekam es gut und schon bald war ihm wieder wohl wie es vor langer langer Zeit einst gewesen war.

Nun traf es sich, dass er mit dem König zu sprechen kam, und zu ihm sagte: „Ich habe eine Tochter, die hat ein wundermächtig Ding gefunden und mich von meinem Leid befreit”. Dem König, der das Gold lieb hatte, gefiel diese Kunst gar nicht. Woher sollten nun all die Dukaten kommen die sein Finanzminister mit all dem schönen Tabak verdiente? Natürlich sagte er das nicht laut, denn siehe all das Husten im Land und auch der ein oder andere Tote waren ja ein Übel, das war klar. Aber all das Gold… Also hatte der König eine „weise“ Frau in den Rat berufen die nun fürderhin etwas gegen den bösen, bösen Tabak tun sollte, natürlich ohne das sein Gold weniger wurde. Siehe die Aufgabe erfüllte sie sehr zum Gefallen des Königs. Bedauerlich war nur das er noch eine Papiermühle errichten musste um den Bedarf der „weisen“ Frau zu decken…

Er befahl also, die Tochter sollte alsbald vor ihn gebracht werden. Dann führte er sie in eine Kammer, die ganz voll Propylenglykol, Glyzerin und wunderlich duftender Aromen war, gab ihr Fläschchen und Trichter, und sprach: „Wenn du diese Nacht durch, bis morgen früh diese Zutaten nicht zu Liquid vermischt hast, so musst du sterben”. Darauf ward die Kammer verschlossen, und sie blieb allein darin. Da saß nun die arme Tochter, und wusste um ihr Leben keinen Rat, denn sie verstand gar nichts davon, wie man all das mischen sollte, und ihre Angst ward immer größer, dass sie endlich zu weinen anfing. Da ging auf einmal die Türe auf, und es trat ein kleines Männchen herein und sprach: „Guten Abend, Jungfer, warum weint sie so sehr”? „Ach!“, antwortete das Mädchen, „ich soll dies zu Liquid mischen, und verstehe das nicht“. Sprach das Männchen: „Was gibst du mir, wenn ich dir’s mische”? „Mein Halsband“, sagte das Mädchen.

Das Männchen nahm das Halsband, setzte sich vor die Flaschen, und drip! drip! drip! Dreimal gekippt, war ein Fläschchen voll. Dann nahm er ein anderes, drip! drip! drip! Dreimal gekippt, war wieder ein Fläschchen voll., und so ging es fort bis zum Morgen, da war alles im Raume vermischt, und alle Fläschchen voll Liquid. Als der König kam und nachsah, da erstaunte er und dachte sich, man könnte ja auch die Fläschchen zu Golde machen. In seinen Augen glitzerte es und sein Herz wurde nur noch begieriger. Er ließ Herolde im ganzen Reiche vorsichtig ausrufen es sei vielleicht ein Mittel gegen den Husten der daselbst im Lande war, gefunden. Und siehe mit der Zeit gab es immer mehr von diesen wundermächtigen Geräten von hinter den 7 Bergen. Es kam weniger Tabak ins Königreich und der Husten verschwand landauf und landab… Natürlich dachte die „weise“ Frau das dies nun ihr Werk gewesen sei und all das Papier aus der extra errichteten Papiermühle seinen Zweck doch erfüllt habe. Mit stolzgeschwellter Brust schritt sie nun einher und sah gar nicht ein das nur weniger Tabak ins Land kam weil mehr vom Liquid verkauft wurde… Da begab es sich aber das sie auf einer „Wies´n“-Diskussion am runden Stein solch ein wundermächtig Ding zu Gesicht bekam. Da rief sie laut: ”IIIIIIHHH dies ist des Teufels denn siehe es ist genau wie rauchen, es sieht genauso aus und all die armen Kinderlein des Königreiches werden nun dem wundermächtig Ding verfallen. Denn merke es schmeckt nach Schokolade, Frucht und dergleichen mehr. So geht das nicht dies Ding muss weg…“. Von da ab mahlte die Papiermühle unablässig und das Königreich wurde mit Traktaten und Traktätchen überflutet. Der König aber saß nun in einer Zwickmühle gerade wollte er doch noch eine kleine feine Steuer auf das Liquid einführen um sein Säckl zu füllen. Aber, wenn dies nun alles des Teufels sein soll was sollte man da machen. Nun gut dachte er sich im schlimmsten Fall gibt es wieder mehr Tabak und dafür gibt es ja schließlich auch Gold. Warte! Sagte er sich, soll dies doch alles der Kaiser klären, schließlich habe ich ihm Lehenstreue geschworen, so kann er auch mal was für mich tun… Der Kaiser aber dem die wundermächtig Dinger schon lang ein Dorn im Auge waren, ließ sich sogleich von seinen Beratern Unmengen an Papier zusammenstellen wie wohl mit der Sache umzugehen sei. Einer der Berater empfahl ihm man könne dies alles ja dem Medicus übertragen das sollt die Sache von ganz alleine regeln. Nun funktionierten wohl die schwarzen Bretter im Lande und in den Landen daneben nicht ganz einwandfrei so das in unserem Königreich die Mär ankam der Kaiser hätte beschlossen die Angelegenheit dem Medicus zu übertragen. Flugs teilte die „weise“ Frau den Statthaltern des Reiches diese Entscheidung mit.

Der König aber ließ die Tochter abermals in eine andere Kammer bringen, die noch viel größer war, und befahl ihr, dies auch in einer Nacht zu mischen, wenn ihr das Leben lieb wäre. Das Mädchen wusste sich nicht zu helfen und weinte, da ging abermals die Türe auf, und das kleine Männchen kam und sprach: „Was weinst du Mädchen, misch doch selbst du kannst es doch. Meine Hilfe brauchst du fürderhin nicht mehr, nicht dazu will ich sagen…“ Das Mädchen setzte sich vor die Flaschen, und drip! drip! drip! Dreimal gekippt, war ein Fläschchen voll. Dann nahm sie ein anderes , drip! drip! drip! Dreimal gekippt, war wieder ein Fläschchen voll. So ging es fort bis zum Morgen, da war alles im Raume vermischt, und alle Fläschchen voll Liquid. Der König freute sich über die Massen bei dem Anblick der Fläschchen, wunderte sich jedoch über das Männchen das an die Wand gelehnt stand. „Sprich Gnom was willst du hier“? „Ich beschlagnahme all dies Gift im Auftrag des Kaisers lt. Erlass vom bla…bla…bla...“ „Gnom!! Er spricht mit dem König was fällt ihm ein?“ Das Männchen lächelte süffisant und sprach zum König: „Wo der Kaiser spricht da hat der König kein Recht, hahaha…“

Sprach's und ließ ihn stehen. Der König bemühte nun den Reichsadvokaten und siehe er bekam Recht und durfte all sein schönes Liquid behalten. Bald darauf war auch die Sache mit dem Medicus vom Tisch. Der Kaiser wollt sich nicht die Finger verbrennen. Nun hätte alles so schön werden können und sie hätten dampfen können bis ans Ende aller Tage... Aber ach, dies sollte ihnen nun doch nicht beschieden sein. Denn siehe die „weise“ Frau, die nun schon von Plakaten an jedem Baum des Reiches auf die Leute blickte war nun zum Leidwesen aller Verfechter des wundermächtig Ding bei allen Gesprächen am runden Stein zugegen, ließ nun jeden Tag verlauten, dass das Teufelsding die Kinder des Reiches verderbe und Gift in mannigfaltiger Ausführung in den Liquids gefunden worden sei. Meist fügte sie noch halblaut dazu : „könnte sein“ oder sie nuschelte „wäre möglich“, dann wieder lauter “Denkt an die Kinder” und dergleichen Possen mehr… Der König aber dachte sich lass sie doch noch etwas mehr vom Liquid machen, freilich nach den Vorgaben der „weisen“ Frau, ein wenig Angst hatte er wohl vor ihr. Also ließ er die Tochter abermals kommen und sprach: „Mädchen, mischst du diese hier nochmals in einer Nacht, so will ich dich zu meiner Frau nehmen.“„HALT“ – tönte es aus der Tür die weise Frau war flugs hereingeeilt, worauf der König vorsichtig einen Schritt zurücktrat. „So nicht mein König“! Zum Mädchen gewandt sprach sie: ”Mische all dies aber es muss in allen Flaschen dasselbe sein. Zusätzlich musst du jedes mit allen Zutaten versehen. Auslaufen dürfen sie nicht. Es darf nicht draufstehen welches der Aromen du benutzt hast. Und Mädchen, da die Liquids beim Verschlucken so lecker sind und vor allem unsere Kinderlein gefährden dürfen sie nicht zu öffnen sein. Dann kann der König dein Gemahl werden – eher nicht. BASTA!“ „Jawohl“ sprach der König und entschwand auf schnellstem Wege. Als das Mädchen allein war, kam das Männlein zum dritten Mal wieder und sprach: „Was gibst du mir, wenn ich dir noch einmal helfe”?

„Ich habe nichts mehr“, antwortete das Mädchen. „So versprich mir, wenn du Königin wirst, deinen ersten königlichen Verdampfer.“ „Wer weiß, wie das noch geht“, dachte die Tochter, und wusste sich auch in der Not nicht anders zu helfen, so dass sie es dem Männchen versprach, und das Männchen half ihr noch einmal. Und als am Morgen der König kam, und alles fand, wie er gewünscht hatte, so hielt er Hochzeit mit ihr, und die schöne Tochter ward eine Königin. Über ein Jahr bekam sie einen königlichen Verdampfer und dachte gar nicht mehr an das Männchen, da trat es in ihre Kammer und forderte, was ihm versprochen war. Die Königin erschrak, und bot dem Männchen alle Reichtümer des Königreichs an, wenn es ihr den Verdampfer lassen wollte, aber das Männchen sprach: „Nein, der Verdampfer ist mir lieber, als alle Schätze der Welt.“

Da fing die Königin so an zu jammern und zu weinen, dass es das Männchen doch dauerte und es sprach: „Drei Tage will ich dir Zeit lassen, wenn du bis dahin meinen Namen weißt, so sollst du deinen Verdampfer behalten.“ Nun dachte die Königin die ganze Nacht über an alle Namen, die sie jemals gehört hatte, und schickte einen Boten aus über Land, der sollte sich erkundigen weit und breit nach neuen Namen. Als am andern Tag das Männchen kam, fing sie mit Caspar, Melchior und Balzer an, und sagte alle die sie wusste, nach der Reihe her, aber bei jedem sprach das Männlein: „So heiß ich nicht.“ Den zweiten Tag ließ sie herumfragen bei allen Leuten, und legte dem Männlein alle, die ungewöhnlichsten und seltsamsten vor, als: Rippenbiest, Hammelswade, Schnürbein, aber es blieb dabei: „So heiß ich nicht.“ Den dritten Tag kam der Bote wieder zurück und erzählte: „Neue Namen habe ich keinen einzigen finden können, aber wie ich an einen hohen Berg um die Waldecke kam, wo Fuchs und Has' sich gute Nacht sagen, so sah ich da ein kleines Haus, und vor dem Haus brannte ein Feuer, und um das Feuer sprang ein gar zu lächerliches Männchen, hüpfte auf einem Bein und schrie: „heut mix ich, morgen dampf ich, übermorgen hol ich der Frau Königin ihren Verdampfer; ach, wie gut ist, dass niemand weiß, dass ich Pumpelstilzchen heiß!“ Als die Königin das hörte, war sie ganz froh, und als bald das Männlein kam und sprach: „Nun, Frau Königin, wie heiß ich?“, da fragte sie erst: „Heißest du Kunz?“ „Nein.“ „Heißest du Heinz?“ „Nein.“

 „Heißt du etwa Pumpelstilzchen“? Pumpelstilzchen war die Ruhe selbst und wollte gerade gehen als er die Königin dauerte und sie ihm zum Trost einen anderen Verdampfer in die Hand drückte. Es war ein kaiserlicher Einheitsverdampfer. „Den hat dir der Teufel gegeben! Den hat dir die „weise“ Frau gegeben!“, schrie das Männlein, und stieß mit dem rechten Fuß vor Zorn so tief in die Erde, dass es bis an den Leib hineinfuhr, dann packte es in einer Wut den linken Fuß mit beiden Händen, und riss sich selbst mitten entzwei. ENDE

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